Am Samstag, 24. Juni 2017 startet der tägliche Sommerbetrieb / Bereits täglich in Betrieb: Sesselbahnen Tagntieni & Scalottas

Lenzerheide Bergbahnen

Portal Churwalden

Portal Churwalden und neue Panoramabahn Heidbüel

Der Bahnhersteller Bartholet aus Flums (BMF) entwickelt gemeinsam mit der Lenzerheide Bergbahnen AG und dem Porsche Design Studio aus Zell am See die erste 8er Kabinenbahn mit Gondeln designed by Porsche Design Studio. Die neue Bahn bildet das Herzstück des geplanten Einstiegportales in Churwalden und ersetzt ab Dezember 2015 die veraltete Sesselbahn Churwalden - Heidbüel. Schnell, bequem und edel werden die Gäste dereinst in ihren Skitag starten. Der Name ist Programm: Bereits der Prototyp lässt die Herzen höher schlagen. Die Gondeln designed by Porsche Design Studio verbindet gekonnt Technik mit Style, Funktionalität und Komfort.

Baubeginn ist im April 2015. Damit auch das «Drum-Herum» stimmt und die Bedürfnisse des Gastes vollständig gedeckt werden können, sind in der Talstation in Churwalden zudem ein neues Restaurant, ein Sport-Shop mit Rental, ein neues touristisches Infobüro, sowie die Integration der Schneesportschulen geplant.

Mit der Panoramabahn Heidbüel entsteht kurz nach der Eröffnung der Skigebietsverbindung in Arosa Lenzerheide ein weiteres Leuchtturm-Projekt. Gleichzeitig wird die Erreichbarkeit des Einstiegsportals Churwalden durch den Bau eines neuen Busterminals und zusätzlicher Parkplätze massgeblich verbessert. Churwalden wird damit zum wichtigen Ausgangspunkt für Tagesgäste.

> Medienmitteilung: Gondelbahn mit Gondeln designed by Porsche Design Studio (pdf)

Aktuelles Bildertagebuch & News von der Baustelle

Montage der Garagierung bei der Bergstation

Mitte Oktober 2015 - die Montage der Garagierung, welche unter dem Stahlbau der Bergstation befestigt wird, ist in vollem Gange. Richtig gelesen, die Gondeln werden nicht bei der Tal- sondern bei der Bergstation garagiert. Insgesamt wiegt das gesamte Material für die Garagierung (Supporte, Weichen, Schienen, Pneuförderer etc.) etwa 12 Tonnen. Für die Montage der Garagierung werden gesamthaft etwa zwei bis drei Wochen benötigt.

Sobald die Geleise montiert sind und der Stahlbau eingehaust ist, können die Panoramagondeln angeliefert werden. Die Gondeln werden dann alle in die Garage gehangen. Nach diesem Schritt können die Funktionstests der Garage durchgeführt und alle Höhen endgültig eingestellt werden. Dies ist nötig, da es sich um eine halbautomatische Garagierung handelt.

Parallel zu den Arbeiten in der Garagierung wurde die dritte Gondel zur Bergstation Heidbüel angeliefert und montiert. Zwei Gondeln befinden sich bereits bei der Talstation. Es werden drei Gondeln benötigt, da die Norm mindestens drei Fahrzeuge auf dem Seil verlangt, auch aufgrund des Dralls. Sobald die Kuppelstellen in den Stationen eingestellt sind, können die drei Panoramagondeln auf das Seil geklemmt werden und sowie die Strecke eingestellt werden.

Kleiner Exkurs: Was bedeutet «Drall»? Das Verseilen erzeugt im Drahtseil das als «Drall» bezeichnete Bestreben, sich wieder aufzudrehen. Respektive: Durch das Verseilen kann sich das Drahtseil wieder aufdrehen. Dies nennt man Drall.

Nach dem Anschluss des Streckenkabels an den Stützen und der Verdrahtung der Rollenbatterien, ist die Bahnanlage bereit für eine Probefahrt. Wir freuen uns!

Seil, Seilzug und Spleiss

Am Montag, 28. September 2015 wurde ein weiterer Meilenstein im Bauprojekt Panoramabahn Heidbüel erreicht, denn es wurde das kompaktierte 52.5 mm Seil von Fatzer gespleisst. Der Spleiss fand in sehr steilem Gelände zwischen den Stützen vier und fünf statt. Benötigt wurden 15 Helfer. Insgesamt waren jedoch etwa 25 Personen vor Ort, da aufgrund der Topografie des Geländes und dem Gewicht des Seils Ruhepausen eingelegt werden mussten.

Das Seil der Panoramabahn Heidbüel wiegt 10.8 kg pro Meter! Insgesamt wiegt es 39 Tonnen und hat eine Gesamtlänge von 3'642 Meter. In Sachen Gewicht erreicht auch die Anlieferung des Bergbahnseils unglaubliche Zahlen: Bei der Anlieferung wog das Fahrzeug inklusive der Bobine (Seiltrommel) und dem Seil 72 Tonnen.

Die Bergstation wird «eingehüllt»

Das Bauprojekt der Panoramabahn Heidbüel schreitet weiter voran. Der Stahlbau an der Bergstation der Panoramabahn Heidbüel hat in der Woche 39 begonnen. Damit erhält die Bergstation eine Hülle aus Stahl und nimmt weiter Form an. Verbaut wurden rund 160 Tonnen Stahl, die Dachfläche umfasst dabei 1'450 m2 sowie die Fassendenfläche 1'320 m2.

Die Bergstation erhält einen Kommandoraum

Anfangs September 2015 erhielt die Bergstation der Panoramabahn Heidbüel ihren Kommandoraum. Auch der Motor der Bergstation wurde montiert. Dieser weist ein Gewicht von rund 4.2 Tonnen auf. Der Antrieb weist folgende Leistungsdaten auf:

  • Motorleistung Dauerbetrieb von 678.7 kW
  • Motorleistung Anfahren von 816 kW

Stützenflug mit Schwerlasthelikopter Kamov

Ende August 2015 wurde ca. 80 Tonnen Stützen-Material mit dem Schwerlasthelikopter Kamov zur Panoramabahn Heidbüel sowie Sesselbahn Obertor geflogen, um die einzelnen Stützen der beiden Bergbahnen zu montieren. Die Montage dauerte einen ganzen Morgen, von ca. 08.30 Uhr bis 11.45 Uhr. Das Gesamtgewicht pro Stütze beträgt zwischen ca. 8 und 18 Tonnen. Bie den grössten Masten brauchte es bis zu 6 Rotationen (6 Elemente), die mit dem Kamov gefolgen werden mussten. Die Teile wurden beim Parkplatz Proschieri gelagert und von dort aus zu ihrem Standort gefolgen. Nach dieser spannenden und nicht alltäglichen Montage wartet als nächstes der Seilzug, welcher in den kommenden Wochen geplant ist. Impressionen der Montage mit dem Kamov erhalten Sie ihm Film unten.

Pneukran hebt 30 Tonnen Betonelemente

Mitte August 2015 wurde mit dem Lastwagen grosses und schweres Material an die Talstation der Panoramabahn Heidbüel transportiert. Es handelt sich dabei um 13 vorgespannte Betonelemente, welche pro Element bis zu 30 Tonnen wiegen und eine Spannweite (Länge) von 17,5 Meter aufweisen. Diese Betonelemente galt es in die Talstation hinein zu heben. Aufgrund ihrer Grösse und vor allem ihres Gewichts wurde dazu ein Pneukran (6-Achser) benötigt, welcher diese riesigen Betonelemente überhaupt hoch heben kann. Der Kran ist so ausgelegt, dass er bis zu 350 Tonnen an Material aufheben kann.

Die Betonelemente dienen als Schalung, nun wird noch eine Schicht darauf betoniert, bevor als letzter Teil das Dach begrünt werden kann.

> Facebook Post «Betonelemente»


Betonieren der Decke der Einstellhalle Bergstation

Anfangs August 2015 wurde bei der Bergstation der Panoramabahn Heidbüel der letzte Teil der Decke der Einstellhalle betoniert. Dafür wurden 130 m3 Beton verwendet, was im Vergleich 650 vollen Badewannen entspricht. Der Beton musste dabei bewässert werden, damit er nicht zu schnell austrocknet und sich keine Risse bilden. Das Gebäude wird in Zukunft als Garage für die Gondeln, Komandoraum, Personalraum inklusive WC sowie im unteren Stock talseitig als Travoraum, Leistungsraum, Werkstatt sowie als Einstellhalle für Schneeerzeuger und Pistenmaterial verwendet.


Montage Antrieb Bergstation

In der Woche 29 wurde ein nächster grosser Schritt im Bauprojekt der 8er Gondelbahn getätigt: Bei der Bergstation der neuen Panoramabahn Heidbüel wurde der Antrieb montiert. Für die Montage der Antriebsstation wurde eine Woche benötigt. Nach dem 1. Tag stand die gesamte Infrastruktur (Stahlbau) und am 2. und 3. Tag wurden die Pneuförderer montiert und das Antriebschassis hinein gehoben. Am 4. Tag wurden die Scheibe und das Getriebe montiert, was sich als kniffligsten Teil heraus stellte, da die Scheibe zuerst durch die Infrastruktur hinein gehoben und dann unter der Station platzieren werden musste. Danach konnte das Getriebe eingesetzt werden. Am 5. Tag standen Arbeiten wie Keilriemen einbauen, Podeste installieren und viele weitere solche Feinarbeiten an. Weiter wurde auch die Kranbahn montiert. Die Krahnbahn wird später benötigt für Unterhaltsarbeiten der Antriebselemente (Montage und Demontage von Getriebe, Motor, Hilfsantrieb, Kühler).

Facts von BMF (Bartholet):

  • In der Bergstation befindet sich eine Antriebsscheibe mit einem Durchmesser von 4,98 m und einem Gewicht von 7,3 Tonnen.
  • Das gesamte Antriebschassis (Getriebe, Sicherheitsbremsen, Dieselmotor, Bremsscheibe, Kühler,..) wiegt in etwa 22 Tonnen.
  • Der Stahlbau (Infrastruktur) beläuft sich auf 37,5 Tonnen Stahl.
  • Die mechanischen Einrichtungen (Pneuförderer, Weichen, Spacer) belaufen sich auf ca. 27 Tonnen Material.
  • Der Motor ist ein Produkt des Technikkonzerns ABB und hat eine Dauerleistung von 675 kW.
  • Der Notantrieb besteht aus 2 Axialkolbenmotoren. Damit kann man noch mit 1m/s fahren.
  • Involvierte Unternehmen: Bartholet Maschinenbau AG (BMF) ist der Bahnhersteller. Montiert wird die Bahn durch die Firma Tüfer. BMF macht anschliessend zusammen mit Tüfer die Feineinstellungen.

Facts & Figures Panoramabahn Heidbüel (8er Gondelbahn)

Bahntyp Panoramabahn Heidbüel
Geneigte Länge 1777.7 m
Höhenunterschied 687 m
Fahrgeschwindigkeit 6 m/s
Fahrzeit 4 Min 56 Sek
Förderleistung 1'800 Personen pro Stunde beidseitig (Endausbau 2'200)
Anzahl Fahrzeuge 42 / 57 Gondeln à 8 Personen
Garagierung Bergstation Heidbüel
Antrieb Bergstation
Antriebsleistung 675 kW
Förderseil 53 mm
Anzahl Stützen 12 Stützen
Bahnhersteller Bartholet Maschinenbau AG
Kabinendesign Porsche Design Studio
Elektromech. Teil Sisag AG
Ingenieur EWP
Architekt Portal Ritter Schumacher AG
Umweltbaubegleitung Hartmann & Monsch AG, F. Knüsel
Investitionsvolumen ca. 14.2 Mio. CHF