Demian Jakob und Nicolas Rothenbühler

Fichtenwirbel

Der Fichtenwirbel ist ein spiralförmiger Weg, in dem der fliessende Raum des Waldes eingefangen und nach Innen geleitet wird. Seine Begrenzungen sind gänzlich immateriellen Charakters, so dass der Besucher nie das Gefühl hat, nicht mehr im Wald zu sein. Die Wände sind durchsichtig, dass Innere, die anderen Besucher und der Wald bleiben sichtbar, nur dünne und gerade Lichtspuren weisen den Weg und erklären die Form. Der Wirbel verweist auf einen virtuellen Ort im Wald an dem neue Regeln für Nähe und Distanz gelten. Abkürzen ist erlaubt, es hat Schlupflöcher für die Kleinen, Durchreichen für alle und ist man in der Mitte, gibt es verschiedenen Möglichkeiten wieder nach draussen zu gelangen.


Die Spiralform verweist auf etwas Kraftvolles, Magisches, Vorzeitliches. Die freie Form des Wirbels und die sich darin aufhaltenden Menschen und Bäume werden von Nivellier-Laser - in Blau, Grün und Rot - auf verschiedenen Höhen visuell aufgerissen, und so in Umrisse und Muster verwandelt. Die Linien verlaufen waagrecht und regelmässig, sie sind wie auf dem Terrain sichtbare Höhenlinien einer Karte. Das Terrain, die Bäume und der Wirbel werden so auf eine berauschende und gleichzeitig abstrakte Art verbunden und neu gezeigt. Die Bilder erinnern an Nordlichter, die Objekte scheinen phosphoreszierend.