Nachhaltigkeit am Berg

Lenzerheide Bergbahnen AG übernimmt Pionierrolle

«Umweltfreundlich, nachhaltig, authentisch» – Schlagwörter, die touristische Unternehmen operativ, strategisch und auch kommunikativ beeinflussen. Nachhaltigkeit und Ökologie ist für die Lenzerheide Bergbahnen AG nicht bloss ein Trendwort, sondern hat vor allem im technischen Bereich schon seit Jahren einen hohen Stellenwert. Wir haben das Thema in unserer Strategie verankert und setzen viel daran, das Angebot für unsere Gäste effizient und nachhaltig zu gestalten. Mehrere Meilensteine haben wir bereits umgesetzt, vieles bleibt noch zu tun.

I AM PRO SNOW

Wir alle lieben den Winter und brauchen den Schnee. Doch gerade in den letzten Jahren hat sich vor allem eines gezeigt: Der Schnee braucht uns. Die Winter werden wärmer, die Saisons werden kürzer. Wenn wir weiterhin unvergessliche Schneesport- und Powdertage erleben möchten, müssen wir etwas gegen den Klimawandel tun.

Vom erfahrenen Olympioniken bis zum Beginner, vom Snowpark-Profi bis zum Freerider - bei «I AM PRO SNOW – 100% Committed» unterstützen alle gemeinsam echte Klimalösungen. Wir alle möchten auch in Zukunft perfekt präparierte Pisten, frischen Pulverschnee und die ersten Spuren im Schnee geniessen können. Arosa Lenzerheide ist dabei und PRO SNOW.

Mit dem Engagement «I AM PRO SNOW – 100% Committed» verfolgt das Schneesportgebiet Arosa Lenzerheide das Ziel, gemeinsam zum Klimaschutz und zur künftigen Sicherung der Schneesicherheit beizutragen. Strom aus 100% erneuerbaren Energien (Wasserkraft und Sonne) beziehen die Arosa Bergbahnen AG und Lenzerheide Bergbahnen AG heute schon. Denn Nachhaltigkeit ist für Arosa und Lenzerheide nicht bloss ein Trendwort. Mehrere Meilensteine wurden bereits umgesetzt, vieles bleibt noch zu tun. Dazu mehr finden Sie auf dieser Seite weiter unten.

Mehr Informationen zu I AM PRO SNOW finden Sie hier.

Besucherzahl steuert Geschwindigkeit und Energieverbrauch

​Nutzen: Energieeffizienz beim Personentransport am Berg
Wir wollen unseren Energieverbrauch reduzieren. Dies gelingt uns beispielsweise dank der automatischen Geschwindigkeitsregelung an den Sesselbahnen. Sensoren messen die Anzahl Gäste zwischen den Drehkreuzen und dem Einstieg. Steigt das Gästeaufkommen, beschleunigt die Bahn automatisch. Sind weniger Gäste da, läuft die Bahn langsamer. Eine um 10% tiefere Geschwindigkeit bedeutet 10% weniger Stromverbrauch.

GPS-gesteuertes Schneehöhen Management

Nutzen: Energieeffizienz sowie Reduktion des Wasserverbrauchs bei der Pistenpräparation
Nachhaltiges Pistenmanagement, geht das?! Als erste Destination der Schweiz haben wir vor einigen Jahren ein GPS-gesteuertes Schneehöhenmesssystem eingeführt. Im Sommer hat ein 3D-Laser-Scangerät die gesamten Pistenflächen vermessen. Die mit GPS ausgerüsteten Pistenfahrzeuge vergleichen seither ihre aktuelle Position mit der Sommerreferenzmessung und berechnen so die exakte Schneehöhe. Unsere Pistenfahrzeugfahrer können dank diesem System den Schnee wesentlich effizienter und präziser auf den Pisten verteilen. Dies spart Diesel in der Pistenpräparation. Gleichzeitig weiss die Beschneiungscrew jederzeit, wo wieviel Schnee liegt. Die Resultate sind beeindruckend. Aufgrund der optimierten Beschneiung haben wir unseren Wasser-, Diesel- und Strombedarf deutlich reduziert. Auch unsere Gäste freut's: Die Pistenqualität hat sich dank dem System weiter verbessert.

Erste integrierte Photovoltaik-Anlage der Schweiz

Nutzen: Energieversorgung beim Personentransport am Berg
Seit dem Winter 2013/14 tanken bei uns nicht nur die Gäste Sonnenenergie, sondern auch zwei unserer Sesselbahnen. Wir haben die Stationen der beiden 6er Sesselbahnen Motta und Urdenfürggli mit hocheffizienten Photovoltaik-Anlagen ausgerüstet. Erstmals in der Schweiz kommt eine komplett in das gewölbte Stationsdach integrierte und hocheffiziente PV-Anlage zum Einsatz. Der produzierte Strom wird direkt in das Stromnetz eingespiesen. Die Anlagen erzeugen einen Leistungshöchstwert von 60 Kilowatt und produzieren genug Sonnenenergie, um damit den Jahresbedarf von 16 Einfamilienhäusern zu decken.

Hightech im Gebäudemanagement

Nutzen: Energieeffizienz für Restaurants, Betriebs- und Verwaltungsgebäude, Werkstätten mit Garagen Pistenfahrzeuge
Als eine der ersten Bergbahnen der Schweiz haben wir ein ausgeklügeltes Gebäudeleitsystem in unseren Bergrestaurants, Bahnstationen und Betriebsgebäuden eingeführt. Dies, um einen energetisch optimalen Betrieb sicherstellen zu können. Das System haben wir im Jahr 2009 eingeführt, seither wird es laufend erweitert und optimiert.

Wie funktioniert das System?
Restaurants, Bahnstationen und Betriebsgebäude sind in das System eingebunden und können zentral kontrolliert, gesteuert und überwacht werden. Damit werden unter anderem Heizung, Lüftung, Beleuchtung und Kücheninfrastruktur optimiert. Ein komplettes System wurde entwickelt, welches Wetterdaten auswertet, Öltanks und Bahnanlagen überwacht, den Prozess im Gastronomiebetrieb unterstützt, sowie den jeweiligen Energieverbrauch optimal steuert und regelt.

Die Daten von den angebundenen Gebäuden werden aufgezeichnet, laufend ausgewertet, analysiert und Massnahmen für einen nachhaltigeren Energieverbrauch geplant. Die Analyse der aufgezeichneten Daten erlauben es uns, das Energiemanagement effizient umzusetzen, indem wir die Einstellungen laufend optimieren. Folgend finden Sie einige Beispiele.

Lüftungs- und Heizungsregulierung: Hohe Energiesparpotentiale bieten vor allem die Lüftungs- und Heizungsregulierung, sowie Beleuchtungsregelung, welche im Leitungssystem eine zentrale Rolle spielen. Bereits spannende Projekte zur Optimierung des Energieverbrauchs wurden realisiert.

  • Unser System «handelt» schon am Vorabend - ist für den nächsten Tag mit 80 %iger Sicherheit Schönwetter angesagt, so wird die Heizleistung im Bergrestaurant Scharmoin automatisch reduziert.
  • Im Restaurant Scharmoin spielen die Heizungs- und Lüftungssteuerung zusammen, wobei die Temperaturen der einzelnen Räume individuell anhand des aktuellen Sonnenstands (Wetter), der Luftqualität und Raumtemperatur geregelt werden. Ziel dieser Regelung ist, nie mehr Wärme zu produzieren, als tatsächlich nötig.
  • Die Heizung in den schwierig zugänglichen Bergrestaurants Mottahütte, Scalottas, Rothorn und Lavoz steuern wir im Tal. Sämtliche Elektroheizungen und Dachrinnenheizungen werden anhand der Aussentemperatur bedarfsabhängig gesteuert. Das heisst, dass die Heizungen beispielsweise in der Nacht oder in der betriebsfreien Zwischensaison zurückfahren. An kalten Tagen wird nur minimal geheizt, um Frost zu vermeiden. Bei Plustemperaturen stellt die Heizung automatisch ab.


Abwärme Nutzung: Zum Heizen der Werkstatt in der Mittelstation Scharmoin nutzen wir die Abwärme der Antriebsmotoren der Bahnanlagen. Dabei wird die Abwärme durch eine Lüftung in die Räume transportiert.

Beleuchtungs-, Storen- und Beschattungsregelung: Eine intelligente Lichtsteuerung wurde im Bergrestaurant Scharmoin eingerichtet, welche anhand der Parameter «Anwesenheit», «Lichtstärke» und «Zeitpunkt» agiert. Die Lichtstärke der Räume wird über den aktuellen Sonnenstand festgelegt. Basiswerte für die Helligkeit werden im Leitsystem definiert. Beim Einschalten der Lampen regelt das System die Lichtstärke anhand der definierten Werte. Das Licht schaltet automatisch aus bei fix definierten Uhrzeiten - jedoch erst bei Abwesenheit des Personals.

Pellets Heizung

  • Energiemessung: Ein erstmals in der Schweiz eingesetztes Energiemessventil der Firma Belimo misst im Restaurant Scharmoin die benötigte Energie am Heizbalken. Dieser Wert wird an die Pelletheizung weiter geleitet. Somit wird nur so viel Energie erzeugt, wie gerade verbraucht wird. Dies wiederum wirkt sich positiv auf die Einschaltdauer der Pelletheizung aus. Wir erreichen längere Brennzeiten und vermeiden das ineffiziente Anfahren sowie das unkontrollierte Ausbrennen. Im ersten Winter konnte so im neuen Restaurant mit einem Drittel der berechneten Pellets Menge geheizt werden. Ausserdem misst das Ventil laufend den Verbrauch. So ist es einfach, am Ende der Heizperiode eine exakte Aussage über den Energieverbrauch zu machen.
  • Wärmeverteilung: Der gesamte Heizbalken im Restaurant Scharmoin wird über das Leitsystem der Lenzerheide Bergbahnen AG gesteuert und geregelt. Sämtliche relevanten Parameter wie Aussentemperatur, Wetterprognose, Raumtemperatur, etc. werden für die Regelung berücksichtigt. Die Differenz von der Soll- zur Ist-Temperatur beträgt im Normalfall ein bis zwei Zehntelgrad. Dies ist für ein komfortables Klima zwingend nötig.
  • Einzelraumregelung: Im Bergrestaurant Scharmoin ist es möglich, jeden Raum separat und individuell zu regulieren. So wird die Energie effizient erzeugt und anschliessend äusserst nachhaltig verbraucht. Die Parameter Ist- und Solltemperatur, Sonnenstand und –schein, Wetter, Wetterprognose sowie die erwartete Wärmeproduktion (z. B. Menschen, Computer) werden bei der Einzelraumregelung berücksichtigt.


Kühlanlage: Sämtliche Kühlanlagen in den Betrieben der LBB sind mit Temperaturfühlern ausgerüstet. Der Temperaturverlauf aller Kühlzellen kann aufgezeichnet werden. Mittels des Monitorings können die Qualität der Kühlung sowie die Abtauzeiten überwacht werden.

Ein funktionierendes und individuelles Leitsystem bietet das Potenzial den Energieverbrauch der im System eingebundenen Gebäude um 10 bis 20 Prozent zu reduzieren. Dies gelingt nur, wenn die Resultate regelmässig ausgewertet und die Einstellungen optimiert werden. Der Erfolg des Systems, das mögliche Energiesparpotenzial, liegt in der aktiven Anpassung an die vorherrschenden, individuellen Begebenheiten. Das ist unser Ziel, daran arbeiten wir. Jeden Tag.

Anreise

Nutzen: Emissionen der An- und Abreise reduzieren.

Ein grosser Teil der Emissionen des heutigen «Bergbahnproduktes» entsteht bei der Anreise der Gäste. Dieser Verantwortung haben wir uns angenommen, wie folgende Beispiele zeigen.

«ÖV-Ticket inklusive»
Unsere Gäste mit gültigem Schneesportpass von Arosa Lenzerheide und in Ausübung des Wintersports haben die Möglichkeit das Postauto und die Rhätische Bahn im Raum Arosa - Chur - Lenzerheide - Tiefencastel kostenlos zu nutzen (2. Klasse).

> Information «ÖV-Ticket inklusive» (pdf)

E-Tankstelle
Im Frühling 2015 wurde bei der Talstation Rothorn eine E-Tankstelle in Betrieb genommen. Neben dem «ÖV-Ticket inklusive» ist dies ein weiterer Beitrag, um den Energieverbrauch unserer Gäste während der An- und Abreise zu reduzieren. Übrigens, an unseren Zapfstellen ist das «Elektrotanken» kostenlos.

Wassersparende Armaturen: Swiss Eco Line

Nutzen: Wasserverbrauch in der Gastronomie reduzieren
Die Armaturen «Swiss Eco Tap acqua saver» verfügen über ein spezielles Auslaufventil, wobei der Wasserverbrauch im Vergleich zu einer herkömmlichen Armatur um 90% reduziert wird. Zudem kommen die Armaturen ohne Warmwasseraufbereitung aus, wodurch der Energiebedarf auf Null sinkt. Die Spraytechnik sorgt für ein optimales Sauberkeitsgefühl beim Händewaschen und fühlt sich auf der Haut angenehm an. Durch die Spraytechnik wird das Kaltwasser nicht als unangenehm empfunden.

Die Armaturen von Swiss Eco Line haben wir bereits in verschiedenen Restaurants sowie der Tal- und Bergstationen der neuen Panoramabahn montiert – sukzessive werden neue dazu kommen.

Abfalltrennung

Nutzen: Recycling
Der Abfall am Berg, welcher sich über die Winter- und Sommersaison anhäuft, wird im zentral gesammelt und entsorgt. In den Gastronomiebetrieben wird zudem auf das Recycling grosse Acht gegeben. Weiter stehen auch unseren Gästen an den wichtigsten Plätzen Recyclingbehälter zur Verfügung, um den eigenen Abfall richtig zu entsorgen.

Renaturierungs-Projekte

Die Lenzerheide Bergbahnen AG leistet für Ihre Bauprojekte im Skigebiet (Beschneiung, neue Transportanlagen, Pistenkorrekturen etc.) jeweils Ersatzmassnahmen gemäss dem Natur- und Heimatschutzgesetz. Diese Projekte werden in Absprache mit dem Amt für Natur und Umwelt, Spezialisten, sowie in Zusammenarbeit mit Umweltingenieuren und Landschaftsplanern umgesetzt. Ebenfalls werden die Renaturierungsmassnahmen mit den Grundeigentümern besprochen. Folgend zwei Beispiel Beispiele einer Renaturierung.

Hochmoor Usserberg
Das Hochmoor Usserberg wurde in den 1950er Jahren drainiert - man versprach sich damals einen Gewinn an fruchtbarem Landwirtschaftsland. Aufgrund der Bodenverhältnisse hat sich diese Hoffnung nicht erfüllt, denn das Hochmoor ist heute weder gut bewirtschaftbar noch fruchtbar. Der wertvolle und in der Schweiz sehr seltene Hochmoorlebensraum hingegen wird durch die Drainagen stark beeinträchtigt.

Das Ziel einer Moorrenaturierung ist ein wachsendes, Torf bildendes Moor mit einer hochmoortypischen Pflanzenzusammensetzung. Die Voraussetzung dafür ist, dass das regelmässig absterbende Pflanzenmaterial nicht vollständig verrottet sondern dass es sich wegen der Sauerstoffarmut im Boden laufend ablagert und so organisches Material im Moor anreichert. Für diesen Prozess ist ein permanent hoher Grundwasserspiegel erforderlich,
welcher die Sauerstoffarmut im Boden sicherstellt und somit das Wachstum des Moors und der moortypischen Pflanzen ermöglicht.

Für die Mooraufwertung ist daher wichtig, dass die Zu- und Wegleitungen von Wasser unterbrochen wird. Die unterirdischen Drainagen werden verstopft und die oberirdischen Gräben mit Holzplatten gestaut, mit Sägemehl gefüllt und mit Rasenziegeln und Torf wieder bedeckt.

Das Hochmoor Usserberg ist ein Hochmoor von nationaler Bedeutung. Mit den im Sommer 2015 realisierten Massnahmen zur Renaturierung und Regeneration, konnte das Hochmoor von einer weiteren Degeneration gerettet und deutlich aufgewertet werden.

Regeneration Riedboden
Vor den Regenerationsmassnahmen hatte die Hochmoorfläche Riedboden-Beeriwald in Parpan einen langen Graben, welcher dem Gebiet Wasser entzog. Dies führte dazu, dass teils grosse Bäume wachsen konnten, welche dem Moor zusätzliches Wasser entzogen und zudem die seltenen und gefährdeten Moorlebewesen und moortypischen Pflanzen verdrängten.

Um den natürlichen Wert des Gebietes mit seinen spezialisierten Pflanzen und Tieren langfristig zu erhalten, aber auch um die Wasserrückhaltefähigkeit des Moores zu erhöhen, wurde das Moor im Jahr 2009 im Auftrag der Lenzerheide Bergbahnen AG renaturiert.

Ziel der Renaturierung: Damit das Hochmoor wieder seine ursprüngliche Ausprägung erhalten konnte, war es wichtig, dass der Riedboden einen möglichst oberflächennahen, wenig schwankenden Grundwasserspiegel sowie keinen oder nur einen spärlichen Baumbestand aufweist.

Massnahmen: Der Graben, welcher dem Hochmoor Wasser entzog, wurde mit 40 Holztafeln gestaut und danach mit Torf und Sägemehl gefüllt. Die bestehende Bodenvegetation wurde zuerst entfernt und nach der Füllung zurückgelegt. Ebenfalls wurden die Bäume auf der Moorfläche in zwei Etappen entfernt. Nun erfolgen ein jährlicher Streuschnitt in den Randmoorbereichen sowie eine Pflege der Hochmoorflächen bei Bedarf.

Weitere Themen und Informationen

Eco Friendly Skigebiet 
Bericht von «Ride Greener» zum Test in Arosa Lenzerheide: Testbericht

HTR Nomination - Ehre fürs Gebäudemanagement
Als eines von zwei Tourismus-Projekten der Schweiz, wurden wir für den prestigeträchtigen Milestone Award von Schweiz Tourismus im Bereich Nachhaltigkeit nominiert. Wenn auch nicht gewonnen, eine grosse Auszeichnung und Anerkennung für unsere Arbeit ist die Nominierung dennoch.

Verankertes Ziel zur Energieeffizienz

In Zusammenarbeit mit der Energie-Agentur der Wirtschaft (EnAW) haben wir seit Herbst 2014 den gesamten Energieverbrauch der Lenzerheide Bergbahnen AG und Arosa Bergbahnen AG erfasst und analysiert. Nun kennen wir jeden Energieverbraucher vom Motor des Pistenfahrzeugs, über den Antrieb der Sesselbahn, den Kühlschrank im Bergrestaurant bis hin zu jeder Lampe. Wir kennen den Energieverbrauch und den Zustand jedes Geräts, und wissen gesamthaft, wo wie viel Energie (Strom, Heizöl, Treibstoffe oder Pellets) verbraucht wird. Dies setzt sich wie folgt zusammen: 31% für die Pistenpräparation, 23% für Bahnanlagen, 18% für Gebäude (Berg- und Talstationen, Werkstätten, Büros), 16% für die Beschneiung und 12% in unseren Bergrestaurants.

Darüber hinaus haben wir gemeinsam mit der EnAW Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung ermittelt und Massnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs über die nächsten 10 Jahre festgelegt. Ein kleines Beispiel: Zwecks Raumwärme und Frostschutz sind in diversen Kommandoräumen Elektroheizungen installiert. Zukünftig werden wir diese mit Schaltuhren erweitern, welche die Heizungen abends ausschalten und nachts mit einer Frosttemperierung arbeiten. Diese Umrüstung von 50 Elektroheizungen reduziert die jährliche Betriebszeit um je 370 Stunden, respektive 18'500 Stunden insgesamt und führt somit zu einer Einsparung von rund 40'700 kWh. Mit dem eingesparten Strom können wir die Sesselbahn Obertor (Ost-West Verbindung) während rund 127 Betriebstagen, also einer ganzen Wintersaison, laufen lassen.

Wir wollen die Energieeffizienz der Unternehmung über die nächsten 10 Jahre um weitere 5.9% steigern und den C02-Ausstoss um rund 10% reduzieren. In einer Vereinbarung mit dem Bundesamt für Energie haben wir diese Ziele verbindlich verankert. Die Fortschritte werden jährlich überprüft.

> Arosa Lenzerheide Berbahnen: Gemeinsam nachhaltig wachsen
> Zertifikat «Freiwilliger Klimaschutz und Energieeffizienz» (pdf)

Quintessenz

Wir sind gefordert: In den nächsten Jahren gilt es, die gesetzten Ziele zur Steigerung der Energieeffizienz zu erreichen und weiterhin neue Technologien für umweltgerechtes Arbeiten zu prüfen. Wir wollen unseren Beitrag an die Umwelt erhöhen und unsere Mitarbeitenden weiter ins Zentrum stellen. Wir wollen die Lenzerheide Bergbahnen AG und Arosa Bergbahnen AG nachhaltig vorwärts bringen und in der Bergbahnbranche die Messlatte bezüglich Nachhaltigkeit hoch ansetzen.

«Die Summe ist mehr als das Ganze aller Teile.» Aristoteles